Wissen

Neue Routinen lohnen sich

Drei Tipps für den perfekten Start in den Tag von Führungscoach und Wirtschaftspsychologin Christina Bösenberg (www.christinaboesenberg.de)

Check-in bei sich selbst 

Direkt nach dem Aufwachen ist unser Gehirn entspannter als tagsüber. Jetzt ist die ideale Zeit, sich zu fokussieren und zu reflektieren: Wie geht es mir heute Morgen? Was beschäftigt mich? Ist das wichtig – und wird es auch in einem Monat oder einem Jahr noch wichtig sein? Wie wir uns am Morgen innerlich ausrichten, gestaltet unseren Tag. Ein guter Weg für einen solchen „Check-in“ bei sich selbst ist Meditation. Oder ein tägliches Ritual wie das „5-Minuten-Tagebuch“: Man schreibt kurz auf, wofür man dankbar ist und welche Dinge man heute für sich oder andere tun möchte.

 

60 Minuten offline

Wenn wir gleich nach dem Aufwachen zu Smartphone oder Computer greifen, Mails lesen, durch Nachrichten scrollen oder die Neuigkeiten auf den sozialen Medien checken, fährt unser Gehirn zu früh in den Stressmodus hoch. Sofort strömen unendlich viele Eindrücke von außen auf uns ein – und die wertvolle Zeit, sich zu überlegen, wie wir den Tag füllen und gestalten wollen, bleibt ungenutzt. Deshalb sollte die erste Stunde nach dem Aufwachen ganz uns selbst und unseren Lieben gehören. Dazu gehört etwas Disziplin, aber Sie werden sehen: Es lohnt sich!

 

Die Komfortzone verlassen

Noch vor der Arbeit Yoga machen oder joggen gehen: Das tut uns gut – scheint für viele von uns zeitlich aber kaum möglich. Und ja: Für neue Routinen müssen wir zunächst unsere Gewohnheiten ändern. Am Anfang mag es außerhalb der Komfortzone liegen, eine Stunde früher aufzustehen oder statt zur Kaffeemaschine sofort auf die Yoga-Matte zu gehen. Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist in der Lage, innerhalb von vier bis sechs Wochen neue Gewohnheiten zu entwickeln und diese nicht mehr zu hinterfragen. Die neue Routine ist dann Alltag – und gar nicht mehr unbequem.